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Research and Innovation

Wie digitale Technologien Gesellschaft und Kultur umgestalten

©metamorworks #652588315 | source: stock.adobe.com
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Von Smartphones bis hin zu KI-Avataren – digitale Technologien verändern die Art und Weise, wie viele Europäerinnen und Europäer leben, arbeiten und miteinander Umgang pflegen. Um diese Veränderungen besser zu verstehen, wurde im Rahmen des EU-finanzierten Projekts CHANSE eine Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen eingleitet, bei der die soziale und kulturelle Dynamik im Digitalzeitalter im Mittelpunkt stehen. Ergebnis sind 26 Projekte, die Aufschluss über den Wandel in Demokratie, Gesellschaft, Religion, Medien, Bildung und mehr geben.

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Das Projekt Collaboration of Humanities and Social Sciences in Europe (CHANSE) ist eine gemeinsame Initiative von 27 Forschungsförderungsorganisationen aus 24 Ländern. Das 2021 gestartete Programm unterstützte eine Reihe multidisziplinärer Projekte, mit denen die Prozesse des Wandels untersucht wurden und der Frage nachgegangen wurde, wie sich Gesellschaften mit Innovation auseinandersetzen.

„Die derzeitige geopolitische Situation in Europa ist sehr speziell“, sagt Projektkoordinatorin Małgorzata Jacobs-Kozyra, Forschungsmanagementleiterin am Nationalen Wissenschaftszentrum Polens (Narodowe Centrum Nauki; NCN). „In den letzten Jahren hat es eine Reihe von Veränderungen und Krisen gegeben, angefangen bei der Pandemie, die unter anderem die Rolle der Forschung untergraben. Der Erfolg dieses Programms liegt darin, diese Herausforderungen zu bewältigen und zur spürbaren Wirkung der Forschung auf die Gesellschaft beizutragen.

Die erfolgreichen Projekte aus ganz Europa deckten ein breites Spektrum an akademischen Perspektiven und Disziplinen ab und resultierten in wirkmächtigen Veröffentlichungen, Beiträgen zu wichtigen Konferenzen, politischen Stellungnahmen, wissenschaftlichen Ausstellungen, Kunstinstallationen, Theaterproduktionen, Fotografien, Diskussionen am runden Tisch, Filmen, Podcasts und mehr. In jedem wurden Aspekte des durch die digitale Technologie ausgelösten Wandels in unserem Leben, vom Überdenken unserer Erfahrungswelt rund um den Tod in einer Ära der KI-Avatare bis hin zur Frage, wie die ständige Konnektivität die Grenze zwischen Büro und Zuhause verwischt hat, analysiert.

Jacobs-Kozyra hebt das Projekt DIGeMERGE hervor, das eine wegweisende Diskussion beinhaltet, die von der IT-Universität Kopenhagen in Gang gebracht wurde, und sich damit befasst, wie digitale Technologien die öffentliche Sicherheit, das Vertrauen in Institutionen und die demokratische Governance in Krisenzeiten beeinflussen.

„Das ist einer der Fälle, mit denen die Relevanz der gemeinsamen Auswirkungen von Geistes- und Sozialwissenschaften auf die reale Welt demonstriert wird“, fügt Jacobs-Kozyra hinzu. „Auf der einen Seite ist Kommunikation ein Bereich der Sprachwissenschaft, aber auf der anderen Seite stellen Krisen und Krisenmanagement eine Herausforderung für den öffentlichen Sektor dar.“ Der vom DIGeMERGE-Team organisierte Runde Tisch führte zu einem neuen Verständnis der digitalen Notfallkommunikation und zu einem gemeinsamen Engagement für inklusivere, transparentere, anpassungsfähigere und vertrauenswürdigere Systeme.

Polens Forschungskapazität stärken

Koordiniert vom NCN, einer Exekutivagentur des polnischen Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung, vereinte die Arbeit von CHANSE 27 Finanzierungsagenturen aus 24 Ländern, woraus sich sowohl für die Gastgeber- als auch die Partnerländer Vorteile ergaben.

„Diese transnationalen Programme bieten Polen die bestmöglichen Chancen und auch große Verantwortung“, berichtet Jacobs-Kozyra. „Einerseits bringen wir Forscherinnen und Forscher und Schwesteragenturen aus ganz Europa zusammen. Andererseits baut sich Polen einen Ruf als vertrauenswürdiger Partner auf, was sich in weiteren großartigen Möglichkeiten für die Forschungszusammenarbeit niederschlägt.“

Im Rahmen von CHANSE wurden besondere Anstrengungen unternommen, um die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen Forschungsgruppen und nicht-akademischen Interessengruppen zu fördern, unter anderem durch die Einrichtung von zwei zusätzlichen projektübergreifenden Gruppen, die bis zu fünf CHANSE-Projekte umfassen. Durch sein Angebot neuer Möglichkeiten für die internationale Forschungszusammenarbeit hatte CHANSE vielfältige Auswirkungen auf Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft innerhalb der Partnerländer, zwischen ihnen und darüber hinaus.

Erbe, das bleibt

Eines der Ziele von CHANSE lautete, einen nachhaltigen Einfluss auf die europäische Forschungslandschaft auszuüben. Jacobs-Kozyra sagt, dass die Projektarbeit langfristige Veränderungen in Bezug auf Zusammenarbeit, Interdisziplinarität und Politik ausgelöst hat.

„Wir verfügen nun über eine Sammlung von 26 Projekten, die direkte, reale Auswirkungen auf die evidenzbasierte Politikgestaltung haben“, erklärt Jacobs-Kozyra und verweist auf die von HuLog, JUSTHEST, DIGeMERGE, REMEDIS und REIMAGINE ADM erarbeiteten Stellungnahmen.

Die Arbeiten trugen dazu bei, neue Forschungskonsortien in Ausweitungsländern zu gründen, und legten den Grundstein für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Regierungsstellen und nichtakademischen Interessengruppen auf diesem Gebiet.

Das Programm trug außerdem dazu bei, den Austausch zwischen den Geisteswissenschaften und den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) zu fördern. „Die Europäische Kommission ist an uns herangetreten, um die Verknüpfung von Geistes-, Sozial- und MINT-Wissenschaften zu diskutieren. Und ich könnte das am Beispiel von CHANSE verdeutlichen, dass dies bereits geschieht, ohne dass es einer besonderen Steuerung von oben bedarf.“

Das Programm CHANSE baute zudem auf zwei bestehenden, von Horizont finanzierten Netzwerken für zwei weitere Aufforderungen auf und startete zehn Projekte zum Thema „Crisis – Perspectives from the Humanities“ mit Humanities in the European Research Area (HERA) und zehn sozialwissenschaftliche Projekte mit New Opportunities for Research Funding Agency Cooperation in Europe (NORFACE) zum Thema „Enhancing well-being for the future“.

Während das Projekt in seine Endphasen eintritt, findet es einen Nachfolger in einer neuen europäischen Partnerschaft für soziale Transformation und Resilienz (Social Transformation and Resilience; STR), die von NCN Polen koordiniert wird. „Thematisch baut es auf CHANSE auf, erweitert aber den Anwendungsbereich und bezieht ein breiteres Spektrum von Interessengruppen und Verantwortlichen der Politik ein“, erläutert Jacobs-Kozyra. „Ich denke, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass Polen in eine reife Phase eintritt, um auf einigen Gebieten Trendsetter zu sein und bestmögliche Verfahren mit anderen Ländern zu teilen.“

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Einzelheiten zum Projekt

Kurztitel des Projekts
CHANSE
Projekt-Nr.
101004509
Projektkoordinator: Polen
Projektteilnehmer:
Österreich
Belgien
Bulgarien
Kroatien
Tschechien
Dänemark
Estland
Finnland
Deutschland
Ungarn
Island
Lettland
Litauen
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Polen
Rumänien
Slowakei
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz
Vereinigtes Königreich
Aufwand insgesamt
€ 30 303 042
EU-Beitrag
€ 10 000 000
Laufzeit
-

Siehe auch

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