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Research and Innovation

Montenegro taucht in die heimische Unterwasserforschung ein

©Valentinos Loucaides #369798176 | source: stock.adobe.com
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Unterwasser-Sensornetzwerke sind von entscheidender Bedeutung für die ozeanographische Datenerfassung, die Archäologie, die Überwachung der Umweltbelastung und die maritime Sicherheit. Die Entwicklung dieser Systeme ist anspruchsvoll und erfordert spezielles Fachwissen sowie eine moderne Infrastruktur. Das EU-finanzierte MONUSEN-Projekt unterstützte Forschende in Montenegro dabei, ihr Wissen zu vertiefen und ihre Ausrüstung auf den neuesten Stand zu bringen, so dass die Kapazitäten des Landes erhöht wurden.

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Das EU-finanzierte MONUSEN-Projekt brachte die Universität Montenegro mit erfahrenen Partnereinrichtungen aus ganz Europa zusammen, darunter die Universität Zagreb in Kroatien, der Nationale Forschungsrat Italiens und die Universität Newcastle im Vereinigten Königreich. Ziel war es, die Forschungskapazitäten Montenegros im Bereich Unterwasser-Sensornetzwerke zu stärken und langfristige Partnerschaften auf dem hochspezialisierten Gebiet der Unterwasserkommunikation und der meeresbezogenen Robotertechnik aufzubauen.

Die Forschenden an der Universität Montenegro konnten bereits auf jahrzehntelange Erfahrung mit komplexen Sensor- und Kommunikationssystemen zurückblicken. Teams an der Fakultät für Elektrotechnik hatten sich intensiv mit landgestützten drahtlosen Sensornetzen und autonomen mobilen Sensorplattformen beschäftigt. Das Eintauchen in Unterwassersysteme erwies sich jedoch als alles andere als einfach.

„Manche Ansätze, die in bodengestützten Netzen gut funktionieren, sind unter Wasser einfach nicht anwendbar“, erklärt Igor Radusinović, der Projektkoordinator von MONUSEN. „Unter Wasser verändern die Einschränkungen alles – von der Bandbreite und dem Stromverbrauch bis hin zur Entwicklung einer robusten Steuerung und Autonomie für marine Plattformen.“

Das Team erkannte in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern, dass bei Unterwassersystemen Zuverlässigkeit, Autonomie und Sicherheit an erster Stelle stehen müssen. Dies führte zu neuen Ansätzen für Kommunikationsprotokolle und Netzwerkdesign, die gemeinsam entwickelt und versuchsweise erprobt wurden.

Vom Wissenstransfer zur gemeinsamen Forschung

Im Mittelpunkt des Projekts stand die praktische Zusammenarbeit. Im Laufe von MONUSEN fanden sechs, jeweils zwei Monate andauernde Personalaustausche, statt, bei denen montenegrinische Forschende in Partnerlabore in Kroatien, Italien und dem Vereinigten Königreich abgeordnet wurden.

Parallel dazu führten 12 Besuche von Fachleuten und 12 praxisnahe Veranstaltungen Partnerteams nach Montenegro. Hierbei konnten die Forschenden vor Ort Zugang zu neuer Ausrüstung und neuen Versuchsanordnungen erlangen.

Ein Fünftel der Zeit von MONUSEN war der gemeinsamen Forschung gewidmet, die sich als entscheidend erwies. Die Teams führten mehr als 10 gemeinsame Versuche durch, die sich auf die Unterwasserkommunikation, akustisch gestützte Ortung und Steuerungsmethoden für autonome mobile Sensorplattformen konzentrierten. Die Erprobung in der Praxis resultierte in einer schnellen Anpassung der Forschungsagenda.

„Der Wissenstransfer war nicht nur theoretisch“, sagt Radusinović. „Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern hat es uns ermöglicht, die tatsächlichen Grenzen der Unterwassertechnologien zu verstehen und unsere Forschung entsprechend umzugestalten.“

Das Projekt legte überdies großen Wert auf die Verbreitung und Sichtbarkeit der Ergebnisse. Es wurden drei Workshops für Forschung und Industrie sowie drei Sommerkurse organisiert, die dazu beitrugen, die Universität Montenegro in einer breiteren internationalen Forschungsgemeinschaft zu positionieren und praktische Verbindungen zwischen der Forschung und den realen betrieblichen Erfordernissen herzustellen.

Die gemeinsame Arbeit führte auch zu konkreten Ergebnissen, darunter 27 wissenschaftliche Veröffentlichungen, Prototypen im Frühstadium und drei Patentanmeldungen auf nationaler Ebene, welche die Ziele des Projekts zum Aufbau von Kapazitäten durch greifbare Forschungsergebnisse ergänzten. Darüber hinaus unterstütze die Initiative durch Workshops mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern – einschließlich Doktorandinnen und Doktoranden, die zum ersten Mal an der Universität in diesem Bereich arbeiten –, eine breitere Beteiligung auf lokaler Ebene.

Dauerhafte Zusammenarbeit

MONUSEN endete im Mai 2025, doch für das Projektteam bemisst sich der Erfolg an den nächsten Schritten.

Die Zusammenarbeit mit der Universität Zagreb ist bereits in ein neues, national finanziertes Vorhaben übergegangen, das sich an der von MONUSEN entwickelten Forschung orientiert. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit der Universität Newcastle zu einer neuen gemeinsamen Forschungsinitiative ausgeweitet, die direkt auf der im Rahmen des Projekts geleisteten Arbeit aufbaut.

Besonders hervorzuheben ist zudem die Entwicklung neuer Horizont-Vorschläge mit MONUSEN-Partnern –darunter Teams der Universität Montenegro, die als vollwertige Partner an der Entwicklung, Konstruktion und Erprobung neuer Unterwasser-Sensorlösungen beteiligt sind.

„MONUSEN hat eine dauerhafte Zusammenarbeit geschaffen“, so Radusinović. „Wir sind jetzt an laufenden Forschungsvorhaben, neuen Vorschlägen und Partnerschaften beteiligt, die es vorher schlicht nicht gegeben hätte.“

Was als Projekt zum Aufbau von Kapazitäten begann, ist zu einer langfristigen Zusammenarbeit geworden, bei der der Universität Montenegro eine führende Rolle für die Entwicklung von Unterwassertechnologien der nächsten Generation zukommt.

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Einzelheiten zum Projekt

Kurztitel des Projekts
MONUSEN
Projekt-Nr.
101060395
Projektkoordinator: Montenegro
Projektteilnehmer:
Kroatien
Italien
Montenegro
Vereinigtes Königreich
Aufwand insgesamt
€ 1 131 346
EU-Beitrag
€ 1 131 346
Laufzeit
-

Siehe auch

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